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Dienstag, 1. September 2020

Meme Marketing - Die Kunst des modernen Viral Marketing

OpelGoesGrumpy: Dojo und Grumpy Cat kapern die Social-Media-Accounts von  Opel
Grumpy Cat

Meme Marketing ist eine Form des viralen Marketings, bei dem typisch gestaltete Bilder in der Regel mit einem witzigen Text und einer zentralen Aussage in den sozialen Medien Verbreitung finden sollen. Es ist meist eine Phrase, eine Illustration, ein Foto oder ein Video - oder eine Kombination davon. Einige beliebte (nicht geschäftliche) Beispiele für Meme sind Grumpy Cat, Condescending Wonka, Evil Kermit the Frog, LOLcats und The Dress. 

Image - 313550] | Condescending Wonka / Creepy Wonka | Know Your Meme
Condescending Wonka
 

Häufig werden solche Meme satirisch verwendet, um PolitikerInnen Aussagen in den Mund zu legen, die diese im dargestellten Sinne nicht gemacht haben. Vermehrt kann nun auch beobachtet werden, dass solche Meme zu Marketingzielen eingesetzt werden. 

Der Absender hofft so fast automatisch ohne die Unterstützung durch digitale Werbemassnahmen seinen Wirkungskreis ausdehnen zu können, indem er ansprechende, einnehmende und sich schnell verbreitende Nachrichten oder Inhalte schafft.

Taste the difference? Heinz revives the tomato debate: Fruit or vegetable?  | Pittsburgh Post-Gazette

Die Saucen-Firma Heinz kreierte kürzlich eine Meme-Kampagne mit der weltbewegenden Frage, ob Tomaten eine Frucht oder ein Gemüse sei. Der Kampagnenführer Razvan Romanescu berichtete, dass sie das Vierfache des ursprünglichen Ziels erreichten und mehr als 4 Millionen Eindrücke und 80.000 Engagements auf Instagram und Facebook generieren konnten.US ambassador to London defends embassy move after Donald Trump criticism

Die Geschichte zum Bild. Trump weigerte sich, die ehemalige US-Botschaft in London zu besuchen, weil er meinte, Präsident Obama hätte das Haus viel zu billig verkauft. Darauf fertigten die Leute von Madame Tussaud eine Waxfigur von Trump an und stellte sie vor das Gebäude. Das Bild ging als Meme viral.

So wie es nicht jedermanns Sache ist, einen Witz zu erfinden, ist es auch nicht unbedingt einfach, eine witzige Meme zu kreieren. Doch immerhin gibt es dafür Werkzeuge, um das technische rasch erledigen zu können. Diese beiden Webseiten unterstützen dabei: http://www.memegenerator.net and http://www.makeameme.org. Auch auf dem Smartphone gibt es ganz praktische Apps, zum Beispiel: Imgur oder Giphy für die animierte Variante.

Apropos Witz. Ich empfehle an dieser Stelle meinen Blogbeitrag zum Thema "Wie funktioniert ein Witz?" in diesem Blog.




Dienstag, 3. September 2019

Digital Product

Was ist ein "Digital Product"? Wer zum Beispiel auf Pinterest danach fragt, bekommt eine zwar einleuchtende, aber wenig weiterführende Antwort. Da wird etwa das eBook erwähnt. Klar, ein eBook ist in der Tat etwas Digitales, aber eben ein eBook. Es muss nicht auch noch ein Digitales Produkt sein. Oder auch Blogs scheinen bei der Recherche auf. Gut, klar ein Blog ist digital, das war er schon immer. Für mich aber ist ein Blog eher ein Medienprodukt.

Auch werden Apps genannt und damit kommen wir der Sache, die ich meine, ein schönes Stück näher. Aber es genügt mir noch nicht. Obwohl, wird eine App nicht bloss als Smartphone-App ausgelegt, sondern funktioniert auch auf anderer Hardware wie PC's unter einem Browser, dann wird das interessant. Wird sie nun auch noch auf den grossen Bildschirm gebracht, so wie das etwa Netflix tut oder die grossen Online-Games, ja dann sind wir eigentlich schon dort worauf ich hinaus will. Plötzlich öffnet sich das ganze wirtschaftliche Potential und wir haben einen Mehrwert.

Aber ich möchte eine Definition für "Digital Product" finden, die das Bewusstsein schafft für ein relativ neues Geschäftsfeld. Das es zwar schon gibt, aber dessen Potential noch gar nicht abschätzbar ist. Nachfolgend zeige ich, was ich für "Digital Products" halte.

Bei meiner Recherche fand ich einen Ansatz für eine Definition, die mir schon ganz gut gefällt:

A Digital Product is a software enabled product or service that offers some form of utility to a human being.

Sie stammt von Jules Ehrhardt.

Übersetzt auf Deutsch definiert sie:


Ein digitales Produkt ist ein softwaregestütztes Produkt oder eine Dienstleistung, die einem Menschen irgendeine Form von Nutzen bietet.

Hardware im Sinne von PC, Smartphone, SmartTV oder gar ein Flugzeug usw. funktioniert an sich ohne Software nicht (mehr). Wobei Software ohne Hardware auch nicht funktioniert. Diese Diskussion ist inzwischen schon ziemlich alt und hilft uns nicht weiter. Im Gegenteil, sie führt Ehrhardt's Definition ins absurde.

Nehmen wir aber nun einmal das Flugzeug und bezeichnen es als ein Produkt. Als es 1903 von den Brüdern Wright gebaut und erstmals auch geflogen wurde, bestand es aus reiner Hardware. Auf eine Software war es nicht angewiesen. Wie kam also die Software ins Spiel? Warum brauchte es zum Fliegen Software? Das hat mit Raketen zu tun.
Als nicht Flughistoriker meine ich, dass das erste Flugzeug am 25. Mai 1972 namens Vought F-8 Crusader mit einem sog. Apollo Guidance Computer versehen wurde. Damit wurde der erste digitale Fly-by-Wire-Flug durchgeführt. 


Was kann daraus abgleitet werden. Zwar wurden vor 1972 schon etliche Raketen in den Orbit geschossen, die ersten Raketen überhaupt entstanden im 2. Weltkrieg. Doch all diese mussten analog gesteuert werden. Digital gab es zuerst einmal noch nicht. Wobei hier wieder mit "digital" das Zusammenwirken von Hard- und Software gemeint ist. Man kann also feststellen, dass Hardware durch Software potenziert wurde. Software ist also eine Ausweitung der Hardwarefunktion. So etwa könnte man den Beginn der Digitalisierung verstehen.

Ein weiterer Schritt bestand darin, dass Software später in die Hardware integriert wurde. Man denke an den ersten Apple Macintosh 128 KByte, dessen Betriebssystem man zuerst per Diskette in den RAM einlesen lassen musste, bevor das Teil überhaupt zu etwas im Stande war. Eine Festplatte gab es damals ja noch nicht. 
Inzwischen sind die Disketten verschwunden und Festplatten durch Flash-Speicher ersetzt und diese wohl bald endgültig durch Cloud-Services ersetzt. Zeitgleich fand eine komplette Integration statt, so dass kaum noch feststellbar ist, wo sich die Software befindet. Aber ohne geht es natürlich nicht, genauso wie es mit der sich laufend weiter entwickelnden Hardware auch nicht gehen wird. Selbst, wenn wir sie uns implementieren lassen, so ist sie doch immer Träger von Software.

Heute nennen wir Software nicht mehr "Programme" sondern Apps. Das ist gut so, weil damit die Software zum Produkt schlechthin mutiert ist. Die Zeiten in der Software einfach raubkopiert und genutzt wurde, ist damit verbannt worden. Auch wenn Apps vielfach gratis abgeben werden, so haben wir doch dafür eine Preissensibilität entwickelt. Und wenn es nichts kostet, so haben wir doch begriffen, dass sie einen Wert hat. Eine kürzliche Untersuchung durch Studenten im Rahmen ihrer Bachelor Thesis hat erbracht, dass die Bezahlbereitschaft grösser ist als bis vorher angenommen. Somit ist wahrscheinlich, dass das Bewusstsein sich weiter entwickeln wird. Das ist für die weitere Entwicklung von Bedeutung.

Wie wir die letzte Jahrzehnte erfahren haben, wird die Hardware immer kleiner bei gleichzeitiger Leistungssteigerung. So verhält es sich auch mit der Software. Klein war sie ja immer, aber durch die Hardwarebegrenzung waren ihr Grenzen gesetzt. Das Internet hat diese Beschränkungen aufgehoben. Bald werden die noch bestehenden Nadelöre der Datenübertragung durch 5G schier aufgehoben. Die Verschmelzung zwischen Hard-, Software und Übertragung wird komplett sein.
Das macht digitale Produkte, die ich meine, erst möglich. Es wird alles sehr smart und dienstleistungsgetrieben. Und es werden Dinge möglich, an die nicht einmal die Science-Fiction-Autoren und die Futurologen gedacht haben. Und nicht einmal die Soft- und Hardware-Ingenieure, die Baumeister der Digitalen Transformation.


Ein Digitales Produkt ist ein hochintegriertes Produkt aus Hard- und Software sowie einer Funkschnittstelle woraus letztlich eine Dienstleistung resultiert.

Das ist meine Definition von Digital Produkten.

In englisch sieht das dann so aus:


A digital product is a highly integrated product of hardware and software as well as a radio interface resulting in a service.

Interessant ist der Prozess sowie die Frage, wie komme ich zu einem Digital Product?

Dazu dieses Schema:

Im Gründe genommen ist es ein Innovationsprozess wie jeder andere auch. Lassen Sie uns ein Gedankenspiel anstellen. Zum Beispiel: Der Backofen. Wie soll ein Backofen des Jahres 2020 aussehen und was soll er können? Dazu kommen uns sofort ganz viele Ideen in den Sinn. Doch bleiben wir pragmatisch. Fragen wir uns zuerst einmal wie wird ein herkömmlicher Backofen verwendet? Wird die mechanische Uhr an jedem durchschnittlichen Backofen verstanden und angewendet? Die Idee, dass der Backofen die Lasagne aufwärmt, während ich noch auf dem Weg nach Hause bin, ist in der Zeit der verstopften Strassen ein mittleres Unterfangen mit unwägbarem Risiko. Was geschieht, wenn der Backofen zu langsam auskühlt oder gar nicht abstellt und ich stehe immer noch im Stau? Damit haben wir bereits ein Grundproblem identifiziert, das wir ohne grossen Aufwand in einer App lösen können. Was natürlich bedingt, dass der Bachofen am Internet hängt. Eine kleine Herausforderung an die Hardware-Ingenieure also. 
Bleiben wir simple und fragen uns, für welche Geräte können wir noch das Zeitmanagement mittels unserer App lösen? Kurzer Blick in die Küche, in die Waschküche, einfach alles, was unter dem Thema Weissware läuft und mit Zeitsteuerung besser funktionieren könnte. Und schon sind wir mit unserer App im Feld der Plattformen gelandet. Auf unserer Plattform sollen sämtliche Geräte gesteuert werden können, die unser Hardwaremodul eingebaut haben. So sind wir schon bei der Skalierung gelandet und damit bei der Generierung eines Geschäftsmodells. Das ist auf die Kürze das was ich unter Digital Products verstehe und was ich eigentlich als Mindset verstehe. So gesehen gibt es für zukünftige Generationen noch sehr viel zu tun.
















Mittwoch, 28. August 2019

Jaden Smith - Aktivist für sauberes Wasser am WebSummit 2019

Der allseits bekannte 21-jährige Jungschauspieler Jaden Smith engagiert sich seit Kindheitstagen für sauberes Wasser. So erzählt er es in folgendem Video.  Als Markenbotschafter engagiert er sich nun  zum Beispiel für Just Water. Dabei handelt es sich in zweierlei Hinsicht um eine Innovation. Zum einen wird Quellwasser mehrfach gefiltert statt durch 100-jährige Wasserleitungen in die Haushalte zu pumpen und zudem wird das Wasser nicht in PET-Flaschen abgefüllt, sondern in mehrheitlich aus Papier bestehenden und rezyklierbaren Packungen (vergleichbar mit der bei uns bekannten TETRA-Packung). Das mag man aus europäischer Sicht durchaus kritisch sehen.

Weiter ist Jaden Smith in der The Environmental Media Association (EMA)engagiert und ist als Board Director für die Aussenbeziehungen verantwortlich. Bei EMA engagieren sich zahlreiche Hollywood-Granden.

Neuerdings zeigt Smith Gesicht für die The Waterbox - Clean Water für Flint. Aufmerksamen Zeitgenossen ist der Wasser-Skandal in Flint, Michigan, der City Town zu Ohren gekommen. Es war hauptsächlich der Dokumentarfilmer Michael Moore, selber von Flint abstämmig, der die Welt von der abstrusen Geschichte um die Trinkwasserverschmutzung unterrichtete. Nun also liefert Jaden Smith mit 501cThree Wasserfilter nach Flint, um die Menschen von mühseeliger Trinkwasserbeschaffung zu befreien.

501cThree ist eine Kooperation mit verschiedenen Partnern. Darunter auch die bemerkenswerte Organisation BlackMillenials for Flint. Dabei handelt es sich um eine Bürgerbewegung (Grassroot Organisation), die sich für Umwelt- und Sozialfragen in der Afroamerikanischen Gesellschaft engagiert.

Warum berichte ich über dieses Engagement eines Jungschauspielers? Weil soeben von der WebSummit-Organisation gemeldet wurde, dass Jaden Smith als Redner am diesjährigen WebSummit gelistet ist.





Freitag, 16. August 2019

Was Digital Marketing nicht ist

Rein didaktisch ist es nicht empfehlenswert, etwas mit einer Negation erklären zu wollen. Hier aber mache ich eine Ausnahme. Es ist ja Mode geworden sich darauf zu verlassen, dass es heute nicht mehr nötig ist sich Wissen anzueignen. Denn Google weiss alles, insbesondere dann wenn sich zwei über etwas streiten, sich uneins sind. Dann ist Google die Erstanlaufstelle für ein unkompliziertes Schlichtungsverfahren.

Doch so einfach ist es heute nicht mehr. Man suche etwa nach einer einheitlichen, klaren und umfassenden Definition für "Digital Marketing". Gibt es nicht, es gibt unzählige. Aber eine, die mit wenigen Worten auf den Punkt bringt, was Sache ist und was jede und jeder sofort versteht und sich einverleiben lässt, habe ich bis heute nicht gefunden.

Ich könnte ja jetzt selber eine formulieren und den Mangel beseitigen. Dazu müsste ich aber ein paar Jahre publizieren, wissenschaftliche Grundlagenforschung betreiben, Interviews führen usw. Das wäre ein nicht geringer Aufwand, den ich etwas scheue. Denn wer weiss, wie lange meine Definition herhalten könnte, allgemein gültig würde? Bis dahin würde ich mich vermutlich unzählige Male selber wiedersprechen, gar widerrufen.

Also beginne ich damit festzuhalten, was Digital Marketing nicht ist. Zum Beispiel ist Digital Marketing nicht ein Synonym für Online Marketing. Oder Social Media Strategie oder Internet Marketing oder Content Marketing, Überhaupt ist Digital Marketing nicht bloss ein Promotionsinstrument mit einigen möglichen Massnahmen, die traditionelle Werbemittel ersetzen.

Diese Verkürzung des Marketingbegriffs, nämlich auf die Begriffe Werbung und Verkauf, trifft man bei jeder Cocktailparty an. Ein gesamtheitliches Verständnis, ja gar auf ein nachhaltiges Verständnis
für den Begriff Marketing, begegnet man im realen Leben fast nie. Geschweige, dass die neuen Akteure in der Digitalen Transformation ein solches hätten. Das ist eine fundamentale Kritik an den Digital Nomades, die jetzt langsam in Entscheidungsträgerrollen drängen.

Aber Gemach, noch ist Polen nicht verloren. Ich lege heute meine Perspektive auf Digital Marketing neu fest und verzichte ab sofort auf den Zusatz ˋDigital´. Ab sofort rede ich wieder einfach nur von Marketing. Nach meinem Verständnis ist Digital Marketing sozusagen ein Pleonasmus. Dazu in folgenden Blogs und allen weiteren mehr.


Donnerstag, 6. Dezember 2018

From Grap to Glas oder wie die Blockchain von der Traube bis ins Glas die Wahrheit garantiert

Immer wieder seit Jahren machen Meldungen die Runde, dass die Mafia und ihre unterschiedlichen Ausprägungen im grossen Stil im Lebensmittelhandel mitmischen. Olivenöl und Wein sind dabei wegen ihres relativ hohen Preises ein beliebtes Ziel für gar manche fiese Tricks.


Dieses Jahr wurde die Billigpreiskette "Otto's" ein massives Opfer einer Weinfälschung mit dem hochpreisigen Angelo Gaja Sito Moresco (CHF 40.- - 50.- die Flasche). 17'000 Flaschen sollen via Otto's in Umlauf gebracht worden sein, was aber von Otto's CEO Mark Ineichen so nicht bestätigt wurde. Ineichens Konkurrent und offizieller Importeur von Gaja's Weinen war erstaunt, als er von dieser Zahl hörte. Er importiere jährlich 20'000 Flaschen bei einer Gesamtproduktion von ca. 120'000 Flaschen dieser Sorte.

Zu denken sollte uns Konsumenten - aber auch ganz generell den Einkäufern von Lebensmitteln - die Aussage von Mark Ineichen. Dem "Blick" gegenüber meinte Ineichen: "Wir haben 80'000 Artikel im Sortiment. Da kann man nicht alles zu jedem Artikel wissen. Wir haben uns aber vorgängig von der Firma Netwine & Food aus Lugano Muster schicken lassen. Die waren einwandfrei. Und ob alle Flaschen Fälschungen sind, ist nicht bewiesen. Wir hätten aber sicher vorsichtiger sein müssen."

Selbstredend ist es nicht möglich, dass ein Detailhändler alles über jeden von ihm eingekauften und weiterverkauften Artikel wissen kann. Doch gibt es da Unterschiede zwischen Food und Non-Food Artikeln. Bei Non-Food-Artikel droht dem leicht gläubigen Kunden auch nicht gleich der Tod, aber bei Nahrungsmitteln hört die Leichfertigkeit definitiv auf. Da sollte eine Null-Toleranz herrschen und dem Detailhändler strenge Strafen drohen, wenn er seine Sorgfaltspflichten verletzt.
EX Senior Advisory
Entscheidender Erfolgsfaktor für jede Art von Lebensmittelherstellern wird sein, dass die Produktqualität mittels Transparenz und Nachvollziehbarkeit gegeben ist. Egal ob es sich um das Frühstücksei, Convinience Food, Nahrungsergänzungsmittel (auch ein beliebtes Tummelfeld für Mafia-Aktivitäten), Blended Single Malt oder eben um Wein geht, Konsumenten haben das Recht - oder sollten es eben erhalten - sich zu vergewissern zu können, nachzuvollziehen ob das was auf der Etikette steht auch tatsächlich in der Verpackung drin ist.
Weinfälschunngen und Fake Labels bekämpfen 

Nun kommt Abhilfe dank der Blockchain-Technologie. Einer der weltweit grössten Dienstleister, dem normalerweise nicht Technologie getriebenen Unternehmen EY (Ernst & Young, vormals als weltweiter Treuhänder und Unternehmensberater bekannt), hat eine Prozessüberwachungslösung namens OpsChain - Product traceability entwickelt.

Die Idee dabei ist, den Herstellungsweg zum Beispiel beim Wein von der Weinrebe bis zur Weinflasche datentechnisch zu begleiten und dabei an jeder möglichen und sinnvollen Stelle Daten zu erfassen und diese dann in einer Blockchain abzulegen. Man nennt dann einen solchen Wein Blockchain zertifizierter Wein.

Ziel: QR-Code als Schlüssel zur Produkt-Entstehungsgeschichte
Nun wie funktioniert es genau?


Wie bereits erwähnt werden Daten bei jedem Prozessschritt mittels Sensoren oder bereits bestehenden Rechnern erhoben und in der Blockchain abgespeichert. Daraus wird dann ein QR-Code erzeugt, der als Label auf die Flaschenetikette aufgedruckt wird.


Dieses Label erzählt dann die "Geschichte" des Weins. Auch die DNA des Weins: wann und wo die Trauben geerntet wurden, wie der Wein behandelt wurde - zum Beispiel die Qualität der Sulfite - das Abfülldatum, die Chargennummer und vieles mehr.

Diese Informationen basieren auf Daten, die in jeder Phase des Weinherstellungsprozesses mit einer Mischung aus manuellen Aufzeichnungen und automatisierten Tools wie Drohnen und der Internet of Things (IoT)-Technologie erfasst und in einer Blockchain aufgezeichnet werden.

Darüber hinaus wird bei jedem Flaschenwechsel - zwischen Produzenten, Brokern, Importeuren, Großhändlern, Distributoren und Einzelhändlern - auch der Status der Flasche in der Blockkette aktualisiert.

Wie folgender Screenshot einer Präsentation zeigt, verzeichnet LAVIS eine über 580%ig Steigerung des Webseitenverkehrs. Damit ist belegt, dass der und die Konsumentin in der Tat interessiert ist, mehr vom einem Produkt zu erfahren als nur die bunte Etikette zu bestaunen und bedenkenlos zu trinken, was die Flasche hergibt.




Einer der grossen Weinproduzenten Italiens wendet die Lösung von EY bereits sehr erfolgreich an.




Mittwoch, 5. Dezember 2018

Blockchain für Newbies

Was muss ein ernstzunehmender Marketer von Blockchain wissen? Auf jeden Fall etwas mehr als Bitcoin, ein weiteres Buzzword aus dem Kontext von Blockchain. Dabei haben beide Dinge wirklich nur auf technischer Ebene etwas miteinander zu tun. Wobei Bitcoin die Blockchain-Technologie braucht, aber Blockchain nicht Bitcoin. Vielleicht ist sogar das Gegenteil der Fall. Wegen Bitcoin und Konsorten ist die Blockchain etwas in Verruf geraten. Crypto Currencies wie Bitcoins und Ethers usw. genannt werden, basieren auf der Idee der Blockchain, die im Folgenden erläutert und hoffentlich abschliessend erklärt wird. Um ganz klar zu sein, Blockchain ist nur Technologie, nichts anderes. Die Crypto Currencies hingegen sind Use Cases. Und zwar solche, die zweifellos zu einem späteren Zeitpunkt als historisch wichtige Schlüsselerfahrung mit dieser Technologie bezeichnet werden.

Wie so oft in der Geschichte der Digitalen Revolution wurde mit den Kryptowährungen zuerst einmal ein neues Spielzeug für grosse Jungs weltweit gehypt. Bitcoin als virtuelle Währung die von keiner Zentralbank herausgegeben wurde, weckte die Fanatsie der Spekulanten und als die Coiffeure dieser Welt mitmischen wollten und auch mitmischten, war die Party doch sehr schnell vorbei. So geht das in der Welt der Spekulation. Das immerhin zeigte dieses Game den jüngeren Generationen.

Um das Thema der Kryptowährungen abzuschliessen sei hier auf die Liste der über 2'000 unterschiedlichen Währungen verwiesen. Wer Spass am Spekulieren hat, findet hier auf eigenes Risiko hin eine schier unendliche Möglichkeit sein Geld sprichwörtlich aus dem Fenster zu werfen: CoinMarketCap.

Was wir aber auch lernen konnten, ist die Beschränktheit der Blockchain-Technologie. Dazu jedoch später mehr. Hier nun erst einmal die Erklärung, worum es eigentlich bei der Blockchain geht, warum sie so heisst und mit welchen Anwendungen wir in Zukunft noch rechnen können.

Hash



Sagen wir einmal, der Hash, resp. die Hashfunktion sei die kleinste Einheit einer Blockchain. In der Kryptografie wird eine Hashfunktion typischerweise angewendet, um ein Inhalt so kurz und identifizierbar dargestellt ohne etwas über den Inhalt zu verraten.

Ein Beispiel.

Der Hash für folgenden Titel einer Geschichte sieht folgendermassen aus:

Titel: Dies ist die Geschichte des Erfinders der Blockchain

Hash: d903d4fba29993e0c7c2cd2c98dcc499f4e7ff1077cf3d7a0833b5c6385a7f33

Die Geschichte wie folgendermassen:

"Dies ist die Geschichte des Erfinders der Blockchain. Entschuldigung, das ist die falsche Spur einer Geschichte, die es so gar nicht gibt. Denn die Blockchain hat wie soviele komplexe Technologien viele Väter und vermutlich auch viele Mütter. Was sagt Wikipedia dazu: Erste Grundlagen zur kryptografisch abgesicherten Verkettung einzelner Blöcke wurden 1991 von Stuart Haber und W. Scott Stornetta, 1996 von Ross J. Anderson und 1998 von Bruce Schneier & John Kelsey beschrieben. 1998 arbeitete auch Nick Szabo an einem Mechanismus für eine dezentralisierte digitale Währung, die er „Bit Gold“ nannte. Im Jahr 2000 entwickelte Stefan Konst eine allgemeine Theorie zu kryptografisch abgesicherten Verkettungen und leitete daraus verschiedene Lösungen zur Umsetzung ab.
Das Konzept der Blockchain als verteiltes Datenbankmanagementsystem wurde erstmals 2008 von Satoshi Nakamoto im White Paper zu Bitcoin beschrieben. Im Jahr darauf veröffentlichte er die erste Implementierung der Bitcoin-Software und startete dadurch die erste öffentlich verteilte Blockchain."

Der Hash dazu: 0116a898b13b72e61fec174bfdda67053c2240c3121439e4f4b3a166355c6435

Wir sehen, dass beide Hashs dieselbe Länge haben. Dahinter aber unterschiedlich viele Daten stecken. Bei beiden haben wir keine Chance herauszufinden, was der Inhalt wirklich ist.

Beide Hashs wurden mit dem Algorithmus SHA-256 erstellt. SHA steht für Secure Hash Algorithm, der von der NSA in Zusammenarbeit mit einer Standardisierungsbehörde 1993 veröffentlich wurde. Solche Algorithmen gibt es selbstreden einige. Der Titel unserer Geschichte sieht folgendermassen aus:

Nun bauen wir einen Hash zu einem Block aus.

Der Block erhält eine Nummerierung und einen Zeitstempel und daraus einsteht der unverwechselbare Fingerabdruck.

Dies ist nun die Grundlage, um zu erklären, wie eine Blockchain entsteht. Wir bauen den Titel der Geschichte und die Geschichte nun in einer Blockchain zusammen.


Dies ist nun die einfache Basis zu verstehen, wie eine Blockchain entsteht. In der Realität wird die Sache selbstredend schnell sehr komplex, wenn man sich vorstellt, dass eine derartige Blockchain tausende, ja hunderttausende Blocks verbindet und darüber hinaus auch noch parallelisiert wird. Man redet dann von einem solchen Fall von einer Distributed Blockchain. Geht nun jemand hin und verändert einen Block, wird die Manipulation sehr schnell sichtbar. Wegen der schieren Masse ist aber ein derartiger Fall fast auszuschliessen.

Wenden wir uns nochmals der Kryptowährungen zu. Statt einer fantasievollen Geschichte kann wie wir wissen eben auch Geld oder virtuelles Geld mittels einer Blockchain transferiert werden. Statt Text, gibt es dann Zahlen:

Wird ein Block verändert, "schlagen" alle fogenden Blocks Alarm.

Weil es schliesslich um Geld geht, wird die Sache noch um einen Zacken komplizierter. Es geht dabei um die Identifizierung, resp. eben auch um die Verschlüsselung der Berechtigten einer Transaktion. Dazu werden Privat Keys und Public Keys geschaffen.

Das sieht dann etwa so aus:

Der Privat Key bleibt privat und der errechnete Public Key wird verwendet für Transaktionen

Eingesetzt kann man sich das wie folgt vorstellen:

Die Namen der Beteiligten sind verschwunden und durch Public Keys ersetzt worden.

Damit ist das Wesen der Blockchain und der Kryptowährungen dargelegt. Es fehlt noch die kritische Betrachtung.
Es gibt berechtigte Zweifel daran, ob sich die Blockchain-Technologie sich tatsächlich für eine virtuelle Währung eignet. Bekannt ist geworden wieviel Energie verwendet werden muss, um all diese Berechnungen, Verschlüsselungen, Parallelisierungen und das Mining vorzunehmen. Das ist die hauptsächliche Kritik, denn was wir bisher gesehen haben, wurde nur von einer elitären Minderheit genutzt. Die Masse der Menschheit war bisher nicht involviert.

Neben dem kolossalen Energieaufwand gibt es noch ein weiteres Problem, das bis heute nicht gelöst wurde. Es ist die grotesk lange Berechungszeit die eine einzelne Transaktion, resp. ein Mining in Anspruch nimmt. Unvorstellbar wie das heute bewältigt werden sollte, wenn die Massen erst auf diesen Zug aufsteigen würde. Die Systeme würden bersten.

Ich gehöre nicht zu denen, die wegen dieser Probleme abwinken und von rohrkrepierern oder dergleichem reden. Ganz im Gegenteil, ich bin davon sehr überzeugt, dass auch diese Technologie unglaublich verblüffende Anwendungen hervorbringen wird. In folgenden Blogs werde ich Use Cases präsentieren. Bleiben Sie dran!




Dienstag, 20. November 2018

Direct Marketing in Zeiten von Big Data - The new normal?

(Liveblog vom DirectDay Der Post)

Impulsreferat von Prof. Dr. Schögel, Direktor Institut für Marketing, Universität St. Gallen

Dr. Schögel konzentriert sich in seiner Forschung auf Channel Management, Digital Marketing und die Realisierung kundenzentrierter Unternehmensstrategien. Er ist Mitglied des Stiftungsrates der Schweizerischen Gesellschaft für Marketing. Seit 2013 leitet er zudem an der SGI-HSG in Singapur den Kompetenzbereich Costumer Centricity.

Am Impulsreferat beschäftigt er sich mit Individualisierung als Megatrend. Doch er fragt auch, ob die Menschen in Zeiten des Massenkonsums auch tatsächlich so individuell sind wie sie zu sein scheinen? Oder sind wir konformer denn je? Was sagt die Theorie über die totale Individualisierung in der Kundenansprache? Ist sie überhaupt sinnvoll? Löst die Individualisierung im Marketing die grossen Kampagnen ab?

Wikipedia weiss zu Individualisierung die Definition, des Übergangs des Individuums von der Fremd- zur Selbstbestimmung.
Peesonalisierung meint die individuelle Ansprache spezifischer Kunden und/oder Nutzerprofile, um ein hochwertiges Erlebnis für den Kunden zu schaffen.
Die Individualisierung wiederum ermöglicht Konsumenten ein eigenes, einzigartiges Produkt zu schaffen.

Die Zahlungsbereitschaft für indivualisierte Lesitungen ist höher als für Standardisierung.

Definition Christoph Wartmann zu Big Data...

Emperie: schögel nennt Coca Cola als Persionalsierungsbesipiel mit dem individuellen Namen. Preissteigerung von 0.99 auf 1.99

Dann Nikeid

Adidas zentralisiert die Schuhproduktion direkt im Laden.

Dann Levi’s Personal Pair - hat nicht funktioniert - zu passgenau.

Zitiert Kurt Lewin 1951 und das Modell nach Kleinaltenkamp 1999 und zeigt die Kosten- und Nutzenproblematik auf

Spricht von Dynamic Prizing.

Nimmt das erste iPhone als Vorbild. Das teilt man nicht einmal mit der Partnerin, derart individualisiert ist das Teil.

Spricht über Omnichanneling.

Zusammenfassend erklärt er, dass es zu berücksichtigende Grenzen der Personalisierung und Individualiserung gibt.








Hypertargeting Total - die grössten Herausforderungen der Praxis

(Liveblog vom DirectDay Der Post)

René Eugster von der ‚Agentur am Flughafen‘ fragt, ob wir unsere Kunden noch kennen.

Er redet über Lifestyle im Sinne von Selbstoptimierung usw.
Wer bin ich und wieviele?

Bildunterschrift hinzufügen
Dann stellt er die Frage, ob der Content relevant ist und für wen wann?
Stellt sein Mandat Swisspass vor und zeigt die entsprechenden  9 Personas zu diesem Produkt. Nicht eben eine sehr entwickelte Hypertargeting, würde ich meinen.

Zeigt den individualisierten Dialogprozess vom Brief zur elektronischen Dialogführung.

Erklärt, wie sie die Daten von Solarpanel-Besitzer via GoogleMap und Adressdatensatz erheben.

Verurteilt das Silodenken im Sinne von On- und Offline-Budgets.

Fragt, ob sich Menschen an Touchpoints noch toucht fühlt?

Haben für einen Skiwachs-Hersteller ein Direktmail auf Wachspapier versendet, das man dann direkt zum Wachsen benutzen könnte.

Haben für einen Zürcher Verkehrsbetrieb Liebesbriefe mit Rosenblätter verschickt. Worauf Empfängerinnen sich bei der Polizei wegen Stalking beschwerten.









Mittwoch, 7. November 2018

Tony Blair - genau der

Was hat ein ehemaliger britischer Primeminister an einer Techshow zu suchen? Wir brauchen wohl keinen Rat für einen dritten Weg und eine politische Lüge, um einen unrechtmässigen Krieg anzuzetteln wohl auch nicht. Doch lassen wir die Vorurteile und hören wir hin, was er in einem Gespräch mit Karen Tso, Anchor von CNBC zu sagen hat.

Etwas überrascht war ich schon, wie locker und auf den Punkt genaue Aussagen Blair zum Besten gab. Das Interview wurde nur am Rand über Technologie geführt.
Es ging um die politische Analyse unserer Zeit. Es bot sich an, dass Blair Stellung bezog zu den Midterms in den USA. Er gab seiner Enttäuschung Ausdruck über die nicht ganz überzeugend erzielten Erfolge der Demokraten. Als Demokrat im US Sinne sehe er sich. Er wies aber darauf hin, dass die Diversität zugenommen hat und vor allem dass die Frauen die Hälfte der demokratischen Repräsentantensitze gewonnen haben. Er meinte dass nun der Wahlkampf 2020 beginne und wir keine Schonung erleben werden.

Blair äusserte sich ausgiebig über den nahen Osten und die Zerrissenheit der arbischen Welt. Dann wandte er sich China zu und den Spannungen zwischen den USA und China. Dabei appellierte er an Europa sich auf seine alten Stärken zu konzentrieren um nicht zwischen den Kräften zerrieben zu werden.


Angesprochen auf den Brexit und seine Verwerfungen, positionierte er sich eindeutig als 100%iger Gegner des Brexit. Er schlug vor und vertrat es nachdrücklich, dass die derzeitig verfahrene Situation verlangen würde, dass die Stimmbürger dies klären müssen. Einen anderen Ansatz als eine Volksbefragungen sieht er nicht.

Zum Schluss lief Blair zur Hochform auf. Er appellierte nochmals an die Einheit der europäischen Länder und deren Nähe zur amerikanischen Kultur. Es häbe mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Schliesslich forderte er dazu auf, dass alle die für Demokratie, Rechtstaat und Meinungsfreiheit stehen, zusammen stehen müssen und all die technologischen Entwicklungen in den Dienst dieser Werte zu stellen sollen.




Ist die Zukunft der Suche visuell?

Ben Silbermann, Co-Founder und CEO von Pinterest wird von Lauren Goode von Wired interviewt.

Einmal mehr sind die Fragen von Goode banal und erlaubt dem Redner sein fantastisches Produkt zu Preisen. Immerhin erfahren wir, dass Pinterest anfängt Instagram und Co. zu kopieren, indem die Kunden zukünftig mit ihrer Handykamera ihre Umwelt fotografieren und auf Pinterest hochladen.

Fragt dann auch nach, was Pinterest dann noch von de anderen Plattformen unterscheiden wird. Silbermann sieht wesentliche Unterschiede darin wie die Leute die Plattformen nutzen. da gebe es wesentliche verschiedene Annäherungen.

Auf die Frage, was die Zukunft bringen werde, erwähnt Silbermann Google Glass mit denen die User noch einfacher Bilder machen und auf Pinterest hochladen können.

Goode spricht die Bedeutung von Social Media für Pinterest an. Silbermann meint, dass Pinterest nicht wirklich eine Social Media Plattform sei. Es ginge den Usern um etwas anderes, wenn sie Pinterest nutzen. Befragungen von Usern haben ergeben, dass sie bei der Nutzung optimistisch sind und an die Zukunft denken. Weniger daran, was andere über ihre Posts und Kommentare denken.

User würden mehr ihr unmittelbares Umfeld abbilden und Dinge zeigen, die sie in Zukunft besitzen wollen oder wohin sie verreisen werden.

Pinterest wolle weiterhin mit allen zur verfügbaren Technologien dafür sorgen, ihre Kunden noch besser zu verstehen und ihnen deren Inspiration zu stärken. Machine Learning wird diese Bestrebungen unterstützen.

Finanziell geht es mit Pinterest immer besser. Die Werbeeinnahmen steigen kontinuierlich an.


Das best verkaufte Game für immer relevant halten

Helen Chiang, Studio Head von Minecraft erklärt uns, was unternommen wird, um Minecraft weiterhin die Führungsrolle in der Gamerwelt zu halten. Dabei werde nicht bloss auf Kinder und Jugendliche fokussiert. Minecraft sei auch als Plattform für Erwachsene etabliert. Das zeigen die Anwendungen von Minecraft eindrücklich.
Es seien vor allem auch Lehranwendungen, die von Lehrer hergestellt werden. Lehrer lieben es mit Minecraft zu lehren. Das will Minecraft selbstredend bei der Weiterentwicklung berücksichtigen und fördern.

Der bald erfolgende neue Release werde noch mächtigere Tools für die User bringen, um die Inspirationen zu unterstützen.

Welche Plattform veränderte die Kultur mehr: Tinder oder Twitter?

Diese Frage sollen der Tinder-Gründer Sean Rad und der frühere Twitter-CEO Dick Costolo beantworten.

Sean Rad, Dick Costolo und JP Mangalinden von Yahoo
Es war Barack Obama, der als einer der ersten Politiker realisierte, wie machtvoll Twitter war und deshalb während dessen Wahlkampf bereits eine Rolle spielte.

Thema wird die Frage nach der Verantwortung der beiden Plattformen im Angesicht des unglaublichen Einflusses von Facebook. Costolo konnte nicht genug betonen, welche unglaubliche Verantwortung auf diesen Plattformen lastet.

Thema der Begegnung war eine Analyse über die Techindustrie vorzunehmen.
Leider wurden Allgemeinplätze ausgetauscht und die Erkenntnis waren eher bescheiden.


Sean Rad



Unboxing what is coming for Christmas


Da sitzen Keaton Keller von TechSmartt, Kris Carlton von Android Authority, Tom Honeyands von The Tech Chap und als Moderatorin Alex Cranz von Gizmodo am Tisch. Die drei 
Herren gelten als der Welt besten Unboxer.

Nun, man stelle sich vor, die Jassrunde hat die neuesten Smartphones vor sich auf dem Tisch und packen eines ums andere aus und kommentieren was sie sehen. Eine echte Freakshow, die von einigen tausend Zuschauern verfolgt wird. Ein echtes neues TV Format. Unglaublich billig zu produzieren. Informationsgehalt gegen Null tendierend. Ich wüsste nicht, welches Gadget ich jetzt unter den Weihnachtsbaum legen würde. Immerhin, Unterhaltungswert ist nicht schlechter als etwa beim Bachelor oder Bauer sucht... Smartphone...

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Sex Robots für die kalte Jahreszeit

Die Pornoindustrie ist schon seit je ein wichtiger Treiber der technologischen Entwicklung. Ohne Pornografie kein VHS (Wer erinnert sich?), ohne Porno keine PC's und ohne Porno kein Internet. Ich meine, es gäbe es schon, aber ohne Triebbefriedigung wäre wohl alles viel langsamer vor sich gegangen und die Massen wären mit Textverarbeitung und Email alleine nie erreicht worden. Und die Smartphone-Industrie wäre nicht in nur 10 Jahren entstanden.

Nunspricht die ganze Welt von Artificial Intelligence und Robotor, die uns die Arbeit wegnehmen. Nehmen Sie uns auch den Sex weg?

Kürzlich wohnte ich einem Vortrag der Medienwissenschaftlerin und Professorin der Universität Portsmouth Dr. Trudy Barber teil (Vortrag siehe unten). Sie forscht zum Thema Cybersex seit ihrer Dissertation im Jahr 2005. Sie brachte mir die Tatsache näher, dass im Halbschatten der Gesellschaft, sprich in Fetischistenkreisen, nach wie vor eine ungeheure Nachfrage nach Spielzeug besteht. Auch hier ist eine Entwicklung im Gang, die sich die neuesten technologischen Erkenntnisse und Erfindungen zu Nutze macht und sofort in eindeutige neue Produkte umsetzt.



Dabei ist das eigentlich alles nichts Neues. Wie nebenstehendes Bild belegt, hat der Mensch schon vor 30'000 Jahren Dildos angefertigt, um sich zu entspannen. Archäologen haben entsprechende Beweisstücke freigelegt. Eine wissenschaftliche Deutung erübrigt sich.

Man braucht keine einschlägige Erfahrung, um zu verstehen, dass Holz, Stein, Knochen wenig geeignet sind, um die Natur nachzuahmen. Das hat sich der moderne Mensch kaumzweimal sagen lassen müssen. Das zweite Bild zeigt eindeutig einen Fortschritt zwischen damals und heute bezüglich Form, Flexibilität und Material.

Allerdings zeugen 30'000 Jahre Dildo-Geschichte von geringer Innovationskraft im Vergleich zu dem, was sich da in eher im Verborgenen abspielt. Wir kommen später darauf zurück.

Eine völlig andere Dimension des Realersatzes eines realen Geschlechtpartners eröffnet sich in der Geschichte Pygmalions.

"Der Künstler Pygmalion von Zypern ist aufgrund schlechter Erfahrungen mit Propoetiden (sexuell zügellosen Frauen) zum Frauenfeind geworden und lebt nur noch für seine Bildhauerei. Ohne bewusst an Frauen zu denken, erschafft er eine Elfenbeinstatue, die wie eine lebendige Frau aussieht. Er behandelt das Abbild immer mehr wie einen echten Menschen und verliebt sich schließlich in seine Kunstfigur. Am Festtag der Venus fleht Pygmalion die Göttin der Liebe an: Zwar traut er sich nicht zu sagen, seine Statue möge zum Menschen werden, doch bittet er darum, seine künftige Frau möge so sein wie die von ihm erschaffene Statue. Als er nach Hause zurückkehrt und die Statue wie üblich zu liebkosen beginnt, wird diese langsam lebendig. Aus der Verbindung geht ein Kind namens Paphos hervor, nach der später die Stadt benannt werden soll. Im 18. Jahrhundert erhält die zum Leben erweckte Statue den Namen Galatea." (Quelle: Wikipedia)



Interessant ist an dieser Geschichte das Motiv mit welchem Pygmalion ans Werk ging.

Der zeitgenössische Autor, Schachspieler und AI-Experte David Levy publizierte 2009 ein Buch mit dem Titel "Love & Sex with Robots". Darin finden sich Aussagen wie "Arguing that sexbots in the 21st century will be an answer to loneliness" oder "Saw it for those who cannot sustain a relationship with a real human".


Es scheint also in der Menschheit einen Wunsch oder gar eine Sehnsucht zu geben nach der "perfekten" Beziehung mit dem reinen und egoistischen Selbstzweck, nur die eine Seite, nämlich die positive und konfliktfreie Beziehungszone, garantiert zu bekommen. 

Das Thema Sex Robots wurde auch im Filmgenre schon sehr früh behandelt und war immer auch wieder Gegenstand von Kinofilmen.
 So stellte Fritz Lang bereits 1927 in seinem Film "Metropolis" einen doch ziemlich sexualisierten Roboter namens Maria vor.

Aus den 70ern Jahren ist mir der eindrückliche Streifen "The Stepford Wives" in Erinnerung geblieben, der 2004 mit Nicole Kidman einen Remake erfuhr. Hier spielen Androiden eine wesentliche Rolle (Achtung Spoiler). Neueren Datums ist der Film "Her" mit Joachin Phoenix in der Hauptrolle, der sich in ein Operationsystem verliebt, das als erstes AI-OS angeboten wird. Er verliebt sich in Samantha, die Stimme des OS (Grüsse an SIRI von hier aus...). Dann ist da auch noch der kultige "Blade Runner", der derzeit eine Art Fortsetzung mit Harrison Ford erfährt (habe mich tödlich gelangweilt...).

Also auch im Film finden Auseinandersetzungen statt, die sich in vielen Fällen dystropisch über Roboter und Künstliche Intelligenz auslassen.

In eine ganz andere Richtung befassen sich japanische Tüftler. Sie haben einen Büstenhalter-Verschluss entwickelt, der sich erst öffnen lässt, wenn die vom Traummann angeregte Trägerin entsprechende Signale an eine App liefert, die den finalen Befehl erteilt den lustigen Sesam zu öffnen. Kein Witz:




Vortrag im Rahmen des Media Future Day 2017 der TPC Switzerland in Zürich:




Mittwoch, 3. Oktober 2018

Wie Augmented & Mixed Reality den Digital Commerce jetzt revolutionieren

(Liveblog aus dem Internet-Briefing vom 3. Oktober 2018)

Michael Schnyder von Xtend steigt mit John Travolta ein und fragt, um was es geht bei AR.
Xtend startete mit AR vor sechs Jahren mit der Google Glasses.


Durchbruch von AR ist die Lancierung von Apple mit den AR-Tools auf den iPhones. Mit iOS12 folgte das AR-Kit 2, das über 13 Mio. mal  heruntergeladen wurde.
Microsoft stieg vor einigen Jahren mit HoloLens ins Thema ein (Siehe Video).

Als Negativbeispiel wird Gerry Weber genannt. Gespräche endeten mit der Feststellung, dass das mit Internet sowieso nicht funktionieren wird. Heute kämpft das Modehaus um die Existenz.

Amazon bietet einen Avator auf Amazon Sumerian an.

Die App Vivino wird vorgestellt.


Ein Usecase präsentiert xTrend mit dem Ringier Geschäftsbericht. Auf Grund 4500 Exemplare wurden bis dato 12’000 Scans produziert.

POS und Print in Kombination mit AR bei Lonza, Nike und mit New York Times.
Und nochmals Amazon die analog zu IKEA eine App hat, mit Hilfe derer man Produkte in deren realen Umgebung anzeigen kann.

Mehr zu xTend gibt es hier.











Instant Gratification

(Liveblog aus dem Internet-Briefing vom 3. Oktober 2018)

Soeben bestellte Simeon Ritter, Head of Sales bei Annanow AG, bei Globus eine Flasche Prosecco. (14:55 h)

Bis die Flasche ins Crown Plaza in den Raum Platin im Untergeschoss geliefert wird, erläutert Daniel Gradenegger, Serial Enterpreneuer, Initiator und Co-Founder von Annanow, was unter Instant Gratification zu verstehen ist.

Ziel bei Instant Gratification ist, schnellstmöglichst - das heisst sofort - eine Lieferung auszuführen und damit eine optimale User Experience zu produzieren.
Mit einem Crowdworking Ansatz übertrumpft Annanow die Expresslieferung. Ziel ist es, binnen 60 Minuten eine Sofortlieferung möglich zu machen.

Der Prosecco wird um 15.37 h geliefert.
Um Instant Gratification möglich zu machen, setzt Annanow auf Netzwerkeeffekte und unternimmt alles, um den “Customer Gate” zu halten. Ein vertieftes Verständnis für Crowdworking liegt auf der Hand.

Gradenegger erläutert das Metcalf’sche Gesetz, das eine Rolle spielt für einen derartigen Service. Darauf aufbauend plädiert er für den Aufbau eines landesweiten Inventars.

Annanow betreibt ihren Lieferservice in den grösseren Deutschschweizer Städten. Geliefert wird alles bis zur Grösse einer Waschmaschine. Die schnellste Lieferung bis dato dauerte genau 9 Minuten. Die teuerste Auslieferung waren 10 Pelzmäntel im Wert von CHF 250’000.- ins Hotel Dolder.



Wie Amazon eCommerce und Onlinemarketing aufmischt

(Liveblog aus dem Internet-Briefing vom 3. Oktober 2018)

Fabian Serger
Fabian Serger, Team Manager SEA, von der Firma Webrepublic AG erklärt Amazon Advertising.
Er zieht Vergleiche zwischen eCommerce in der Schweiz mit der internationalen Entwicklung als Einstieg in sein Referat.

Da wo sich Kunden informieren!
- auf der Händlerseite
- Preisvergleich-Seiten
- Suchmaschinen, Google als Nr. 1 mit über 90% Marktanteil in der Schweiz
- Google-Shopping als dominanter Kanal, ziemlich ähnlich wie bei Amazon

Wo suchen die USA-Konsumenten?
Amazon konkurriert Google bereits 2016 massiv mit über 60% Anteil.
Amazon hat über 488 Mio. Produkte auf der Webseite und hat über 300 Mio. Kunden. Amazon wächst weltweit. Der Amazon Ad Revenue erzielte bereits im Q2 2.4 Mia. $ Umsatz. Geschätzt wird bis Ende Jahr mehr als 10 Mia. Es findet gegenwärtig ein Media-Shift statt.

Die Zukunft heisst Retail Media.

Amazon kommt mit 300 Mio. Produkte in die Schweiz und streben einen Umsatz von 2.5 Mia. CHF an. Dafür arbeitet Amazon mit der Post zusammen.

Es wird nicht möglich sein, dass nur für die Schweiz Produkte angeboten werden können. Automatisch wird der Markt DACH umfassen. Daher ist klar, dass sich auch Schweizer Retailer mit Amazon beschäftigen müssen/sollen.

Business Model:
 Seller: Auf Amazon verkaufen
Vendoren: Verkauf an Amazon

AmazonAdvertising
USP: Reichweite
Extrem loyale Amazon-Kunden: 100 Mio. Prime-Mitglieder

Amazon SEA
Sponsored Products, sieht aus wie ein organischer Treffer, Ziel: Sales
CPC Auktionsprinzip
Bestes Amazon Anzeigeformat

Sponsored Brands
Ziel Sales und Brand Awareness
Sieht auf Webseite und Mobile fast wie ein Banner aus.

Product Display Ads
Ziel Sales und Traffic
Nur für Vendoren verfügbar

Man beobachtet, dass die Anzeigen gerade auf dem Smartphone mindestens einen Drittel bis zum ersten Monitor des Screens einnehmen. Wer auf Amazon verkauft, wird quasi nur noch via Werbung sofort sichtbar.

Amazon muss integrativer Bestandteil der Strategie sein.

Amazon DSP Display Advertising
Damit wird Werbung auf Drittwebseiten ausgespielt.
Man muss dafür nicht auf Amazon verkaufen. targeting Schweiz wird möglich.
Retailer werden allerdings kaum Zugang auf die Plattform haben, weil Amazon sich Konkurrenten vom Leib halten will.
Kommentar: Mit anderen Worten: Amazon wird aggressiv in den Schweizer Markt eintreten und dem stationären Handel zusetzen.

Produktseiten Audit
Hier wird eine Checkliste empfohlen bevor man Werbung schalten will.

Amazon SERP
Ranking Faktoren > Sales > Conversion Rate >
Performance und Relevance

Plattformen versuchen zur Single Source of Truth zu werden.
Produkt-Suchvolumen hin zu Plattformen (weg von Webseiten und Google).
Die Frage stellt sich, ob man es sich leisten kann, nicht auf Amazon zu sein.

Amazon ist nicht nur ein neuer Mediakanal, sondern ein neues Universum.

Mehr Informationen gibt es auf Serger’s Blogbeitrag.


Amorana - Learnings des Gründers Alan Frei

(Lifeblog aus Internet-Briefing vom 3. Oktober 2018 in Zürich)

Alan Frei von amorana.ch bezeichnet sich als Failor Enterpreneur. Er gründete mehr Firmen die Pleite gingen als dass sie erfolgreich waren. Doch mit amorana.ch scheint es nun zu klappen. Binnen 4 Jahre baute er mit seinem Partner eine erfolgreiche Sextoy-Distribution auf. Dabei wollten die Gründer nie schmuddelig sein, sie wollten sich nicht verstecken und sich gar nicht schämen dafür mit was sie handeln.

Vor Amorana startete er mit dem nachhilfeportal.ch einen ersten Versuch. Doch der Marktplatz scheiterte daran, dass es nicht gelang, zuerst den Heimmarkt zu gewinnen und dann nach erfolgreicher Lancierung den Skaleneffekt zu suchen. Weil zu einem zu frühen Zeitpunkt der Klett-Verlag die Ausweitung der Aktivitäten vorschlug, liess man sich verführen. Jungunternehmer müssen lernen, früh Nein zu sagen und fokussiert zu bleiben.

Er erzählt das Padlamanggan als Wikipedia Fakestory. Es ging darum, einen Mangoschnapps zu lancieren. Leider soll es ein fürchterliches Gesöff geworden sein. Gescheitert sei es allerdings am Verhältnis Fruchtfleisch:Kern, das einen betriebswirtschaftlichen ungünstigen Businesscase ergab und deshalb scheiterte. Die Fakestory allerdings ist immer noch online...

Fokus ist das Geheimnis hinter Amorana. Nebenbei eine Firma aufzubauen, funktioniert heute nicht. Idea und Love ist ein weiterer Schlüssel. Auch das Team ist entscheidend. Der Erfolg zeigt sich in der Anzahl der Logistiker. Amorana beschäftigt heute 10 davon. Letztes Jahr wuchs das Unternehmen mit über 70%. Dieses Wachstum geht in diesem Stil weiter.
Ein weiteres Thema ist “Legal”. Das sollte einem Unternehmer egal sein. Dafür gibt es Anwälte. Was nicht verboten ist, ist erlaubt, solange bis der Anwalt interveniert.
Weiter spielen funktionierende Partnerschaften eine wichtige Rolle.
Money ist was am Anfang immer fehlt. Investoren muss man gewinnen. Es sind Partner, keine Freunde.
Being Swiss ist ein Vorteil wenn man Sextoys verkaufen will. Allerdings hilft Bescheidenheit nicht, manchmal muss man Gas geben.
Fuck Desktop - Der Mobile-Kanal bringt über 80% des Umsatzes. Vor zwei Jahren war er noch bei 36%.

Alan Frei empfiehlt folgende Bücher:
- Oversubscribed
- Sometimes you win - sometime you learn
- Zero to One
- Essentialism
- Everything Store

...und empfiehlt folgende Apps:
- Strikes
- 10 Ideas
- Idea Machine





Online goes offline - Wie Onlinehändler den Retail neu erfinden

(Liveblog)

Unter diesem Titel referiert Alexandra Scherrer von der Firma Carpathia zur aktuellen Entwicklung im Schweizer Onlinehandel anlässlich eines Internet-Briefings in Zürich.

Jährlicher Umsatzwachstum von 10% seit 2008. Per 2017 wurden 8.9 Mia. CHF an Warenumsätze gemacht. Hauptanteil der Umsätze wurden im Non-Food-Bereich erzielt. 2017 wurden etwas mehr als 14% zum Gesamtdetailhandel verbucht. Die umsatzstärksten Onlinehändler sind mit 690 Mio. von Digitec, gefolgt von Zalando und Amazon.
Zalando sandte 9.5 Mio in die Schweiz und nahm 5.7 Mio. wieder zurück.
45’000 Pakete kommen aus China in die Schweiz.
Erwartet wird ein anhaltendes Wachstum im Onlinehandel.
Im Vergleich zu Deutschland und Österreich führt Amazon den Onlinehandel in der Schweiz nicht an. Nachdem nun Amazon den Schweizer Markteintritt angekündigt hat, dürfte sich das bald ändern.

Wie nun gehen Onliner offline?

Zalando eröffnete in Berlin einen Showroom. Mymüsli ist in eigenen Shops in Shop-in-Shops anzutreffen. Auch Amazon betreibt erste Flagshipstores.
Demgegenüber reduziert Exlibris ihre Ladenfläche auf noch 14 Läden.
Auch Globus schliesst Läden und verkleinert seine Ladenflächen.

Alexandra Scherrer vermerkt die Veränderung der DNA der Kunden in Bezug auf ihr Einkaufsverhalten. Die Digital Natives sollen ab 2020 über 60% der Online-Kundschaft stellen. Diese werden andere Ansprüche stellen, speziell im Bereich Convienience werden neue Erwartungen zu beobachten sein. Auch die Individualisierung wird sich weiter entwickeln.
Sie erwähnt den Begriff Datenreligion mit hoher Gläubigkeit in Daten.
Die technologische Entwicklung führe zur weiteren Vermenschlichung der Technik, was sich im Onlinehandel bemerkbar machen wird. Sie erwähnt Remotedienstleistungen durch AI, 3D.

Globus bekennt sich mit 50% Investitionsvolumen in ihre Digital Strategie.

Multichannel, Crosschannel, Omnichannel - als Entwicklungslinie im Detailhandel. Im Omnichannel werden die Kanäle unsichtbar.  Nahtloser Übergang von einem zum anderen Kanal. Der Kunde rückt in den Mittelpunkt. MyMüsli sieht sich nicht als Onliner, sondern will dort sein, wo die Kunde ihre Ware auch versuchen will. Die Haptik spielt nicht nur im Fashionbereich eine kaufentscheidende Rolle. Das Beste aus beiden Welten soll kombiniert werden.

Omnichannel hat logischerweise Auswirkungen auf die Prozesse des Unternehmens. Anforderung an die Überwindung des Silodenkens liegt auf der Hand.

Thesen zur weiteren Entwicklung


Entkopplung von Einkauf und Begegnung: Für das Bedürfnis von Menschen sich zu treffen müssen neue Businesscases entwickelt werden.

POS wird zu Point of Emotion: Waren und Servers müssen erlebbar gemacht werden.
Service Excellence soll erlebbar gemacht werden.

Kellersports (D) als Studycase

Last-Mile-Logistics wird sich weiter entwickeln, um schneller beim Kunden zu sein.
Hema von Alibaba als Beispiel. Ein erfolgreiches Konzept, das die Immobilienpreise im Umfeld zu steigen brachte.

Sortimentskompetenz und Kuration wird zum Erfolgsfaktor. Warenlager als Showroom hat ausgedient.

Retail-as-a-Service, ein Beispiel in den USA zeigt ein Angebot für Retailer, die nur ausgesuchte Produkte zum Anfassen und Ausprobieren bereitstellen können.

Vertieftes Wissen zum Thema findet sich auf dem Blog von Carpathia, resp auf Slideshare.

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