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Montag, 6. November 2017

WebSummit 2017 Opening Night

16:45 h
Seit der WebSummit nicht mehr in Dublin stattfindet, sondern in Lissabon, sind die Teilnehmerzahlen  explodiert. Waren es letztes Jahr fast 50‘000 Teilnehmer, sind dieses Jahr mit 60‘000 die Grenzen erreicht. Die Organisation meldete vor ein paar Tagen Ausverkauf. Das hat Konsequenzen. Für die legendäre Opening Night gab es einen Wettbewerb. 20‘000 Glückliche dürfen heute Abend dabei sein. Ich gehöre dazu und blogge live.


17:05 h
Nach drei Sicherheitschecks und vorbei an unzähligen Sicherheitsleuten, habe ich mir einen Platz in der vierten Reihe am Mittelgang ergattern können. Beste Aussicht auf das Geschehen auf der Bühne. Beginnen soll die Show in anderthalb Stunden. Von den versprochenen Verpflegungsständen ist weder etwas zu sehen noch zu riechen. Das wird also eine trockene und hungrige Angelegenheit.

18:02
Nach einer Stunde mit der immerselben Slideshow und dem repetitiven Ambienttrack ist mir mehr ums Liegen als weiterhin auf einem Plastikstuhl zu sitzen. Aber wir harren natürlich der Dinge die da kommen sollen. Die Arena ist mittlerweile ziemlich gut gefüllt.

18:35
Nachdem nun der UN-Generalsekretär Antonio Guterres sowie Portugals Premierminister Antonio Costa eingetroffen sind, dürfte die Show nun beginnen. Und sie beginnt mit Getöse. Mit einem auf 180 Dezibel eingespielten Video.

18:37

Die Show geht los. Paddy Cosgrave, CEO und Co-Founder des WebSummit, eröffnet den Event mit einer launigen Rede.
Er übergibt das Wort dem Gründer von Feedzai, Nuno Sebastiao. Die Firma akquirierte kürzlich 50 Mio. Venture Capital. Sie beschäftigt sich wenig überraschend mit Künstlicher Intelligenz.

19:00

Das Wort wird dem via Videokonferenz zugeschalteten Stephen Hawking übergeben. Auch er äussert sich zu KI und fragt das Publikum, sich Gedanken darüber zu machen, was KI mit der Welt tun wird. Wird KI in den Dienst des Menschen gestellt oder lässt KI den Menschen einfach beiseite und entwickelt sich selbstständig weiter? Das sei die zentrale Frage.

19:10

Bryan Johnson, CEO des Milliarden schweren Startups Kernel fordert zum Rebooten des Gehirns auf. Er beklagt, dass sich die Menschheit viel zu wenig um die Funktionsweise des Gehirns und dessen Weiterentwicklung kümmert. Er möchte hier einen Fortschritt sehen. Es geht ihm also in Angesicht der KI-Diskussion um natürliche Intelligenz.

19:20

Margerethe Vestager, EU-Kommissarin für Wettbewerb betritt mit der Executive Editor Kara Swisher von ReCode die Bühne. Im Zwigespräch wird die Frage erläutert, ob Europa gegen das Silicon Valley überhaupt noch eine Chance habe, was die EU weiterhin unternimmt, um die Steuern von Apple einzutreiben, die diese hinterzogen hat und immer noch nicht bezahlte, obwohl Google und Facebook ihren Tribut bereits geleistet haben. Auch die soeben veröffentlichten “Paradies Papers” kamen zur Sprache. Swisher entschuldigte sich beim mehrheitlich europäischen Publikum für das was da gerade im Weißen Haus läuft.

19:30

Antonio Guterres wird angekündigt. Guterres beginnt damit zu erklären, dass er ursprünglich Ingenieur war. Dann setzt er zu einer fulminanten Rede an und spricht alle relevanten Themen der heutigen Zeit zwischen Technologie, Globaler Erwärmung und sozialer Ungleichheit an. Er ruft dazu auf, alle an den Tisch zu bitten, um die globalen Probleme und eine sozialverträgliche Globalisierung zu diskutieren. Technologie sei nur dann etwas Gutes, wenn sie allen diente.
Eine sehr eindrückliche Rede eines Mannes auf dem Gipfel seiner Karriere mit dem höchsten Amt, das die Welt zu vergeben hat. Bodenständig, klar denkend, total bei den Leuten. Wir werden hoffentlich noch viel von ihm hören und dürfen auch hoffen, dass umgesetzt wird, was er sagt.


19:50

Antonio Costa, Portugals Premierminister eröffnet wie schon letztes Jahr gemeinsam mit dem Bürgermeister von Lissabon und Paddy den WebSummit 2017.








Montag, 30. Oktober 2017

Konzept der Selbstvermarktung im digitalen Zeitalter

Noch nie stand berufliche Weiterbildung derart oben auf der Prioritätenliste der ins Berufsleben eintretenden Generationen wie heute. Fast möchte ich sagen, dass es kaum mehr Beschränkungen gibt wenn es um die Weiterbildung geht. Talent alleine genügt da nicht mehr. Wissen und immer wieder neues Wissen ist unabdingbar geworden in einer Zeit des permanenten Wandels. Vorbei ist die Zeit der soliden Erstausbildung, die in früheren Generationen über die ganze berufliche Lebensspanne reichte.

In Zeiten, in denen von Hebammen der Masterabschluss verlangt wird, um neues Leben auf die Welt zu bringen, liegt es auf der Hand, dass auch der eidgenössische Berufsabschluss kein Garant mehr ist für eine sichere und bruchfreie berufliche Zukunft. Ein Bachelor-Abschluss muss sein, ein Master dann, wenn man auch Teil wichtiger Projekte werden will. Deshalb ist es klug, sich einen kurz-, mittel- und langfristigen Plan zurecht zu legen, was man sich wann aneignen will.

Nun ist es für das CV wichtig, all dieses Bemühen auch zu dokumentieren. Aber reicht es dann auch aus, das CV nur dann aus der Schublade zu holen, wenn man die Absicht hegt, die Stelle zu wechseln?

Dazu sage ich ganz klar: 
NEIN!

Weil da draussen im viel gepriesenen Markt Wettbewerb herrscht -
 der War of Talents - kommt der Karriere bewusste Mensch nicht mehr darum herum, Selbstvermarktung aktiv zu betreiben. Dabei geht es nicht einfach nur darum, mehr Geld verdienen zu wollen, sondern bei spannenden Projekten seinen Beitrag leisten zu können. Dies mit dem Ziel, bei innovativen Projekten auch wieder dazu lernen zu können, aber dabei auch Referenzen zu sammeln. Beweise zusammen zu tragen, Teil einer Entwicklung zu sein.  Und auch das muss transparent nach aussen getragen und dokumentiert sein. Bescheidenheit ist vielleicht eine Zier, aber im War of Talents schon fast ein Todesurteil.
Zumindest eine Selbstbeschränkung, die Türen nicht aufreisst und Chancen ungeprüft vorbei ziehen lässt.

Onlineaktivitäten entwickeln

Um es gleich vorweg zu nehmen. Ich empfehle jedem zielstrebigen Menschen heute so früh wie möglich mit der Führung eines Blogs zu beginnen. Das kann mit Ehrgeiz verbunden werden oder mit einer gewissen Bescheidenheit. Hauptsache, man ist davon überzeugt, die nächsten Jahre regelmässig darüber zu berichten, wie sich das berufliche Fortkommen entwickelt, welche Weiterbildung man absolviert hat und welche Projekterfahrungen abgeschlossen werden konnten.

Mit Ehrgeiz würde ich den Willen umschreiben, sich und seine Kompetenzen regelmässig darzustellen und das Ziel damit zu verbinden, im gewählten Thema ein Hotspot zu sein. Vielleicht liegt sogar eine Themenführerschaft drin?
Mit Bescheiden würde ich sagen, man postet so vier bis fünf Mal pro Jahr seinen Status quo. In 10 Jahren werden das dann auch 50 Posts. 50 Posts, die eine Geschichte erzählen, die man aus einem CV nie herauslesen kann.
Mit einem Blog spielt sich jede Bewerberin und jeder Bewerber in die Königsklasse. Vorausgesetzt der Autor/die Autorin nimmt die Sache entsprechend ernst.

Es muss nicht unbedingt ein Blog sein. Auch das regelmässige, professionell konzipierte und konsequent umgesetzte Posten in Social Media Profilen kann helfen, sich als komplette und kompetente Person darzustellen. Die Zeit des Spasspostens auf Social Media läuft allmählich aus und hat man erst das Partyalter hinter sich, dürfen es auch Fotos auf den Fotoplattformen werden, die auf seriöse Weise das eigene Leben dokumentiert. Man muss sich einfach genau bewusst sein, dass Bilder eine andere Sprache sprechen als der selber geschriebene und kontrollierte Text.

Wie eine Untersuchung ehemaliger Bachelor-Studenten der Berner Fachhochschule Departement Wirtschaft, Frau Shadya Priska Fasel und Philipp Patrick Rohner, zeigte, achten Arbeitgeber besonders auf Aktualität und Vollständigkeit, aber auch darauf, wie aktiv sich Kandidatinnen und Kandidaten auf den Sozial Media Plattformen bewegen.

Bewegt man sich auf verschiedenen Portalen und Webseiten, sollte man darauf achten, diese miteinander zu verknüpfen (Fasel/Rohner), um so dem Rekrutierer in die Hände zuspielen und ihm eine gezielte Lesehilfe zu bieten.

Die Unternehmen sind heute darauf aus. Leute zu bevorzugen, die eine "Digitale Denke" mitbringen. Eine solche kann man sich nur aneignen, wenn man sich auch entsprechend in der digitalen Welt auskennt. Das bedeutet nicht, dass man bloss weiss was Snapchat, Tinder, Instagram, Pinterest usw weiter ist. Es bedeutet auch, dass man hinter die Kulissen sehen kann. Dass man das Geschäftsmodell von Uber kennt oder jenes von AirBnB und anderer. Es bedeutet auch, das man eine Ahnung von eCommerce hat, oder von Digital Pricing. Und viele andere Dinge mehr. Vieles davon finden Sie in diesem Blog. Die Stichworte finden Sie unter 'Label'.

Veränderung des Rekrutierungsprozesses

Wir erleben derzeit auch die Digitalisierung des Rekrutierungsprozesses. 

Ein Stichwort ist Active Sourcing. Gemeint ist damit die aktive Suche nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten. (Wurde früher auch etwas unschön mit Headhunting umschrieben.) Stellen werden nicht mehr ausgeschrieben, sondern HR-Mitarbeitende, oder Stellenvermittler suchen in ihren Datenbanken geeignete Kandidaten. Wer also in der digitalen Welt nicht sichtbar ist, kommt entsprechend auch nie auf die Screens der Suchenden.

Unternehmen haben begonnen, aktive Netzwerke möglicher Arbeitnehmer aufzubauen und zu pflegen. Wer Eingang in solche Netzwerke haben will, muss dafür schon einiges tun. Grund für ein derartiges Vorgehen ist der zunehmende Fachkräftemangel. Dieser geht auf verschiedene Ursachen zurück.

Social Media Recruiting wird regelmässig als Werkzeug der Personalrekrutierung untersucht. Die Social Media Recruiting Studie gibt Auskunft über aktuelle Entwicklungen.

Ein weiterer Begriff, der populärer wird, ist Robot Recruiting. 95% der USA-Firmen sollen sich Algorithmen sowie Big Data zu Nutze machen, um Vorauswahlen effizienter vornehmen zu können. Algorithmen sind objektiver und achten auf gefragte Fakten und ignorieren emotional gefärbte Beurteilung wie Geschlecht, Hautfarbe und andere sekundäre Faktoren. 
Derweil befürchten Bewerber, dass bei diesem Verfahren die Softskills unberücksichtigt bleiben, wo diese heute doch als entscheidend betrachtet werden.

Rechnen Sie damit, dass Sie zukünftig auf Ihrem SmartPhone für eine neue Stelle angesprochen werden. Big Data Analyse ist im Marketing das Thema. Es dürfte nur eine Frage von kurzer Zeit sein, bis Big Data auch in der Personalbeschaffung eingesetzt wird. Findet der Analytiker geeignete Kandidaten, wird  er seinen Rekrutierungsroboter damit speisen und dieser wird Sie dann kontaktieren, um Ihnen entsprechende Fragen zu stellen. Antworten Sie in dieser noch eher befremdlichen Vision die Fragen richtig, werden Sie im nächsten Schritt zu einem persönlichen Bewerbungsgespräch eingeladen. Alles selbstverständlich unter der Voraussetzung, sie sind bereit für einen Stellenwechsel oder Sie sind interessiert, Ihren aktuellen Marktwert zu erfahren.

Inhalte, die der Selbstvermarktung dienen

Authentizität steht hier an erster Stelle. Vielleicht sind Sie ja tatsächlich ein Wunderkind, ein Star unter Influenzern, aber rühmen Sie sich nicht aus dem Spiel, überlassen Sie die Beurteilung getrost Dritten. Seihen Sie authentisch, ehrlich, einfach sympathisch.

Die Idealform der Selbstvermarktung ist der Blog. Daran zweifle ich nicht. Deshalb beziehe ich mich bei allen folgenden Empfehlungen auf dieses Instrument. (Auf die Vermarktung des Blogs komme ich weiter unten zu sprechen.)

Der erste Blogeintrag gilt der Person selber. Ihre Fähigkeiten, Kenntnissen, Erfahrungen, nachweisbaren Begabungen und Rahmenbedingungen bis hin zu Vorlieben und Leidenschaften müssen in sachlichem Ton beschrieben werden.

Aus dem Marketing kennen wir das Alleinstellungsmerkmal (Unique Selling Propositions USP). Das lässt sich auch auf eine Person anwenden. In unserem Blog sollen die Suchenden Hinweise auf unsere sozialen, methodischen und fachlichen Stärken stossen. 

Definition, wer man ist und wohin man will, muss von Zeit zu Zeit den sich entwickelten Verhältnissen angepasst werden.

Geschickt ist, wer sich ein eigenes Ranking jener Unternehmen anlegt, bei denen man gerne arbeiten würde. In weiser Voraussicht und unter Berücksichtigung der jeweils ausgeschriebenen Stellen und Funktionen der entsprechenden Unternehmen, kann dieses Wissen über die gesuchten Anforderungen direkt angespielt werden. Das gibt gut und gerne einige Posts pro Jahr her. Die Folge davon ist, dass sich der Rekrutierer bei Ihnen wiederfinden kann. Auch die Tatsache wird er bemerken, dass Sie bestens Bescheid wissen was bei Ihrem Traumarbeitgeber über die Zeit so läuft.

Es ist neuerdings ziemlich umstritten, ob einem CV oder einer Bewerbung ein eigenes Bild beigefügt werden soll oder nicht. Ich empfehle ein gutes, der Realität entsprechendes Bild im Blog zu zeigen, das auch regelmässig erneuert werden soll. Es muss nicht ein Modellbild sein, aber es soll sympathisch wirken. Soweit müssen wir die Betrachtenden lenken. Kein Bild zu zeigen, halte ich für falsch. Denn wir sind im Internet und dort ein Klick von der Google Bildsuche entfernt. Alles können wir dort nicht jederzeit kontrollieren.

Selber Inhalte über sich erstellen, ist so eine Sache. Aber können wir sicher sein, dass es nicht auch andere an unserer Stelle tun? Darum sollte man gelegentlich das Web durchkämmen oder durchkämmen lassen noch fast besser, um unliebsame Darstellungen zu eliminieren. Es gibt spezialisierte Agenturen, die nehmen Geld für diese Arbeit.

Wer sich überwindet oder gar keinerlei Hemmungen kennt, stellt sich aus Eigensicht im besten Licht dar. Kann man tun. Ich aber empfehle, auch das Beschreiben von Niederlagen, Fehleinschätzungen, und überhaupt eine angemessene Selbstreflektion zuzulassen. Damit lässt sich zeigen, dass man daraus gelernt hat und ein zweites Mal daran nicht scheitern wird. Alles ist eine Frage des richtigen Tons. Ein sorgfältig gearbeiteter Text ist somit eine Selbstverständlichkeit.

Ein Hinweis zu Online-Bewerbungen, die dem Robotic Recruiting zugeführt werden. Denken Sie wie ein Roboter: geradeheraus, simple, schmucklos. Seien Sie präzise, zerlegen Sie schwierige Sätze in kurze. Formulieren Sie aktiv. Halten Sie sich zurück und verzichten Sie auf kreative Ergüsse: einfache Schriften, keine Illustrationen, keine Abkürzungen. Prüfen Sie die Rechtschreibung, Roboter übersetzen (noch) nicht falsch Geschriebenes. Und lesen Sie die Stellenausschreibung nochmals und prüfen, ob die dortigen Stichworte sich in Ihrem Text wieder zu finden. 
Und zum Schluss noch dies: Menschliche Rekrutierer lesen die Kommentarzeile. Nutzen Sie diesen Raum, um Ihren USP anzubringen.

Die Vermarktung der Vermarktung

Auf dem Blog herrscht Selbstdisziplin, Kontrolle und Differenzierung. Der Blog als Herzstück, als Krone, als wahrer Claim für Rekrutierer, muss entsprechend behandelt sein. Es darf sich kein einziger Fehler, keine Schreibfehler, keine Experimente, keine Selbstzerfleischung usw. zu entdecken sein.

Was im Blog beschrieben wurde, kann auf allen zur Verfügung stehenden Social Media Plattformen angeteased werden. Das will heissen, dass man zwischen seinen ganz normalen Posts auch einmal einen anpreisenden Text eines Blogeintrages hingewiesen werden darf. 

Verkaufen Sie Ihre Beiträge insbesondere auch auf den Business-Plattformen Xing und LinkedIn. Suchen Sie das Web danach ab, ob es auch Jobplattformen Ihrer Branche gibt. Legen Sie sich ein Profil dort an und pflegen Sie es.

Legt man sich seine Vermarktungstrategie zu Recht, tut man sicher gut daran sich bewusst zu sein, dass man an der eigenen Markenpersönlichkeit arbeitet.

Netzwerken ist Netzwerken ist Netzwerken

Reden wir heute von Xing und LinkedIn als die Referenzplattformen für Business Netzwerken, dann ist das nur die halbe Miete. Netzwerke bilden im realen Leben die Basis für die Vergabe von ca. 40% der Stellen, wie Untersuchungen gezeigt haben.

Denken wir daran, dass auch unsere engsten Freunde und der Kollegenkreis bei der nächsten Bewerbung um eine Anstellung eine Rolle spielen können. Binden Sie diese also auch ein. Laden Sie diese direkt und persönlich ein, wenn Sie in Ihrem Blog etwas publiziert haben. Fragen Sie diese um deren Meinung, kritisches Hinterfragen usw.

Die Kunst des Netzwerkens ist also viel mehr als ein Hobby. Es kann erlernt und geübt werden. So dass der Netzwerk-Profi auch hier Realität und Virtualität furios kombiniert und zu seinem Nutzen einsetzt. "Digitale Denke" eben. Auch diese lässt sich antrainieren: durch Bildung.

Es lohnt sich, sich weiter zu bilden

Alles was Selbstvermarktung betrifft, konnte hier nicht angesprochen werden. Es gäbe noch viel Detailwissen, das sich lohnt, sich im Selbststudium anzueignen. Darum folgt hier ein Literaturverzeichnis, mit herzlichen Dank an Fasel/Rohner:

  • Bärmann, F., 2017. XING. Erfolgreiches Networking im Beruf, 2. Auflage, Frechen: mitp Verlags GmbH & CO. KG.
  • Ebbert, B., 2013. Selbstmarketing. Mehr Erfolg durch geschickte Eigen-PR, Freiburg: Haufe-Lexware GmbH & Co. KG.
  • Kawasaki, G. und Fitzpatrick, P., 2014. The Art of Social Media. Power Tips for Power Users, New York: Portfolio / Penguin.
  • Kühn, R., Pfäffli, P., 2012. Marketing. Analyse und Strategie, 14. Auflage, Zürich: Wird Verlag.
  • Scheel, A., & Steinmetz, H., 2015. Selbstmarketing im Social Web. Erprobte Strategien für die eigene Karriere, Wiesbaden: Springer Gabler.
  • Shah, M. R., 2014. Karrierebeschleunigung mit LinkedIn. Freising: Stark Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG.
  • Wüst, P., 2015. Profil macht Karriere. Mit Self Branding zum beruflichen Erfolg, 4. Auflage, Zürich: Orell Füssli Verlag AG.
  • Kramer, P.D. (2011) Dienstleistungsmarketing, Kommunikationspolitik und Tourismus, Bremen: Europäischer Hochschulverlag
  • Esch, F.-R. (2014) Strategie und Technik der Markenführung, München: Verlag Franz Vahlen GmbH

Mittwoch, 25. Oktober 2017

KMU und die Digitale Reife

Meine nicht repräsentativen Beobachtungen lassen bei mir den Verdacht aufkommen, dass das Thema Social Media trotz aller Anstrengungen kaum oder gar nicht bei diesen KMU's angekommen ist. Oder anders gesagt: ein Kleinunternehmer winkt nach näherem Hinsehen eher ab, wenn es darum geht sich für ein Social Media Engagement zu entscheiden.

Mir ist selbstverständlich bewusst, dass eine Hypothese dieser Art relativ leicht falsifiziert werden kann. Auf die entsprechenden Argumente bin ich jederzeit gespannt. Der liebe Leser darf sie mir gerne zukommen lassen.

Selbst vor diesem Hintergrund bin ich immer wieder eingeladen, KMU's auf die Digitale Transformation hin zu sensibilisieren. Das tue ich gerne. Dabei weise ich auch immer auf die Social Media Strategie hin. Eine solche sollte sich auch ein Kleinstunternehmen geben, bevor Zeit und Geld ausgegeben wird. Ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, rate ich gerne. In folgender Präsentation finden sich Hinweise darauf auf was es dabei ankommt.


Freitag, 20. Oktober 2017

Die USA gibt sich ein Open Government Data Gesetz

Der US Senat hat ein Open Government Data Gesetz (Open, Public, Electronic and Necessary (OPEN) Government Data Act (S.760H.R. 1770)) verabschiedet. Dieses Gesetz erklärt die Publikation von Open Government Data in maschinenlesbarer Form und unter offenen Nutzungslizenzen für die gesamte Administration für verbindlich.

Das OGD-Gesetz:
  • Ermutigt Bundesbehörden, alle ihre Datensätze auf eine wirklich zugängliche Weise als maschinenlesbare Daten unter Verwendung offener Formate zu veröffentlichen;
  • Erfordert, dass der Direktor des Verwaltungsrats und des Haushalts (OMB) konsolidierte und umfassende Leitlinien veröffentlicht, um die Umsetzung der Anforderungen durch die Agentur zu regeln;
  • Beauftragt die Chief Information Officers (CIOs) die OMB-Leitlinien zu befolgen, und so alle öffentlichen Bundesdatensätze über einen von der General Services Administration (GSA) verwalteten zentralen Federal Data Catalog zur Verfügung zu stellen;
  • Erstellt Erwartungen an die CIOs zur Verbesserung der Integrität, Qualität und Nützlichkeit ihrer Datenbestände;
  • Fordert die Regierung auf die derzeitige Verwendung von proprietären Datensätzen einzustellen und verpflichtet diese, offene Formate für alle neuen öffentlich zugänglichen Daten zu verwenden und soweit möglich, offene Formate für alle offenen Datenbestände zu erstellen; und
  • Schreibt aussagekräftige Definitionen für "Datenbestand", "Metadaten" und "maschinenlesbar" in das US-Recht, um eine intelligentere Gesetzgebung in Zukunft zu ermöglichen.

Weitere Informationen zum OGD-Gesetzt finden sich auf der Hompage der Data Coalition: https://www.datacoalition.org/press-releases/open-government-data-act-set-to-clear-senate/

Freitag, 29. September 2017

Digitaltag - die Schweiz zeigt ihre Digitale Reife - oder?



Am 21. November 2017 findet an verschiedenen Orten der Schweiz der vom Bundesrat patronierte Digitaltag statt. Veranstaltet wird der Event von Digital Switzerland, einer Vereinigung von verschiedenen Unternehmen, Hochschulen und Universitäten zum Zweck der Förderung des Digitalen Wandels.

In der Zürcher Hauptbahnhofshalle ist der Hub der Veranstaltung, an der sich
40 Unternehmen beteiligen.


Über 80 frei zugängliche Veranstaltungen werden durchgeführt.

So zeigt etwa die BFH in Biel, wie die Digitalisierung die Fussballausbildung beeinflusst. (Vielleicht müsste ich da hin, denn ich kann mir nicht vorstellen, wie man einen Fussballausbildet.)
Oder man kann im Berner Wankdorffeld eine Erlebnisfahrt mit dem automatisierten "SmartShuttle" mitmachen. (Ich hoffe, dass Erlebnis hält sich in engen Grenzen.)

Screenshot Programmthemen Digitaltag
Die meisten anderen Veranstaltungen scheinen auf dem Bahnhofplatz in Zürich stattzufinden. So etwa kann man mit Google Informatik erleben, oder Accenture veranstaltet die Hour of Code und bei Ringier an der Dufourstrasse darf man sich den Newsroom anschauen, wo die unsäglichen Tagesschlagzeilen produziert werden. Spannend dürfte die Digitale Reisekette am Flughafen Zürich sein. (Ich weiss nicht, ob Reisekette ein deutscher Ausdruck für Beamen ist.)
Ich werde vermutlich bei der BFH in Biel vorbeischauen. Dort kann ich lernen via Internet Drogen zu verkaufen, gestohlene Kreditkarten loszuwerden oder sonst verbotene Dinge zu tun. Echt freie Marktwirtschaft ohne jegliche staatlichen Regulierungen. Kein Witz! Der Veranstaltungstitel lautet: The Markets of the Dark-Net. Weitere Angebote meiner Schule finden sich hier.

Kommentar:

Zweifellos ist das Vorhaben zu begrüssen. Nichts sollte unterlassen werden um die Schweiz in die Zukunft zu führen. Nach meiner Analyse der Webseite bin ich mir nicht ganz sicher, wen man mit diesem Digitaltag meint oder für wen er gedacht ist. Handelt es sich hier um eine Bauchnabelshow der teilnehmenden Unternehmen oder sollen die jungen Generationen animiert werden sich etwas mehr als spielerisch mit der Digitalen Transformation auseinander setzen? Die Absicht ist nicht ganz durchschaubar.

Sicher ist, dass zumindest von den Titeln her werden keine kritischen Themen angesprochen, die da sind: Rahmenbedingungen, staatliche wie gesellschaftliche, für unternehmerische Initiativen, Politisches Mindsetting, Transformation der Arbeit, Existenzsichernde Altersvorsorge ab 50+ usw.

Ob dieser Digitaltag, der vielleicht zu einer Digitalwoche, zu einem Digitalmonat, zu einem Digitaljahr und schliesslich zur Digitalgesellschaft anwachsen sollte, wird sich zeigen müssen. Was nicht passieren darf ist dass dieser Tag zum Feigenblatt verkommt für weitere Stagnation und Widerstand gegenüber unausweichlichen Wandlungsprozessen.

Und eine Bitte zuletzt: Es wäre gut, wenn Sie in der Fortsetzung Ihrer Aktivitäten auf das Wort "Revolution" verzichten würden. Es handelt sich hier keineswegs um eine Revolution, sondern um Realität. Einer Realität der man sich nicht verweigern sollte. Sondern man sollte sie gestalten!








Freitag, 1. September 2017

Projekt R und die Suche nach dem richtigen Geschäftsmodell - Fragen

Ich bin ungefragt. Im Sinne von Creative Commons lege ich meine Überlegungen zu einem Geschäftsmodell einer journalistischer Plattform offen und hoffe, nützliche Überlegungen beizutragen.

Ich gestehe. Ich gehöre auch zu jenen, die ab 1996 werthaltige Inhalte, in meinem Fall aus den Redaktionen Bieler Tagblatt und Journal du Jura kostenlos ins Web gestellt haben. Das war weniger Konzept als der Not gehorchend. Zahlreiche Gründe führten damals zu diesem Handeln. Ein unnötiger war die Orientierung nach dem Klassenbesten. damals wie heute die New York Times. Auch die NYT lieferte digital kostenlos aus, um dann kurzfristig eine Paywall aufzurichten, die sie bald wieder niederriss. Der Click-Verlust war zu dramatisch und schmälerte die Werbeeinnahmen.
In Zürich leistete sich TAMEDIA Kurt W. Zimmermann als Internet-Pionier. TAMEDIA trat in den Webmarkt viel später ein als wir, neben den Schaffhauser Nachrichten und der Appenzeller Zeitung. Ganz Tsüri-mässig trat Zimmermann grossspurig auf und wollte sein Geschäftsmodell durchdrücken. Uns in Biel bot er an unsere Classifieds (Kleininserate aus den Bereichen Immobilien, Stellen und Autos) zu übernehmen und auf eine zentrale Plattform zu stellen. Nachdem wir einen hohen sechsstelligen Betrag nach Zürich schicken würden. Wir lehnten den Witz ab ohne die Pointe verstanden zu haben...


Man muss verstehen, dass wir damals Lesende bedienten, die zuhause via Modem der ersten Generationen auf das Internet zugriffen. Durchgestylte Webseiten gab es praktisch keine. so waren uns die Hände für Zeitgeist gebunden. Das war Stand der Dinge.
Die Begriffe Makro- und Microbilling gab es nicht oder nur in engen Bankenkreise. SMS war ein Insiderteil, stand aber kurz vor dem Durchbruch. Doch erst im Jahr 2000 begriff ich, dass man damit auch als Nicht-Mobilfunker Geld verdienen kann. Ab dann war Teil meines damaligen Jobs, das den Verlegern begreiflich zu machen. Besonders erfolgreich war ich damals nicht und Thomas Trüb liess mich nicht nur einmal auflaufen...

Die Kreditkartengesellschaften boten damals noch kein Microbilling an. Der kleinste verrechenbare Betrag war auf CHF 5.- beschränkt. Selbst wenn wir damit etwas hätten anfangen können, wir wären nicht in der Lage gewesen die nötige Software für eine Anbindung unserer Inhalte an die Kreditkartenverrechnung zu bezahlen.

Aber wir waren sonst schon ziemlich schlau. Früh realisierten wir, dass uns das Internet Geld in die Kasse schwemmen würde, wenn wir Umwege gehen. Einer der Umwege war die Anschaffung eines Audiotext-Systems. Wir forderten über die Off- und Online-Kanäle unsere Leserschaft auf, uns auf eine Geschäftsnummer anzurufen, um dann mittels Telefontasten durch ein kostenpflichtiges Info-Angebot zu surfen. Uns war da nicht bewusst, wie wenige Frequenztelefone damals im Umlauf waren. Der Monopolist wir nicht in der Lage uns diese Daten zu geben. Es waren viel zu wenige und der Umbau weg vom Pulstelefon verlief schleppend. So war dieser Umweg bald ein Schlag ins Wasser und schuf uns mehr Probleme als er uns dienen konnte.

Parallel zu unseren ersten Telefonie-Erfahrungen etablierten wir inmitten der Stadt Biel ein Internet-Café (Cyberhouse mit Namen). 90% der Leute hatten damals noch keine Internet-Anbindung zu Hause. Mein Auftrag war, Jugendmarketing zu betreiben und auf diese Weise neue Abonnenten zu gewinnen. Wir boten Internet-Kurse an und binnen kurzer Zeit schleusten wir 1'000 Leute durch unsere Aufklärungskurse. Abonnements verkauften wir zwar keine, aber wir pushten unseren Webverkehr und produzierten Traffic auf unseren Seiten. Bannerwerbung gab es leider noch keine, darum auch keine Vermittler. So organisierten wir uns Werbeumsatz selber.

Immerhin war unser Internet-Café während des Donnerstagabendverkauf der Hotspot der Stadt. Unsere Partys waren legendär und aus unserer CyberHouse-Webseite entsprang ein gedrucktes Gratis-Szeneblatt und hätte der Verleger gewollt, es wäre eine Goldgrube geworden. Weil wir genau das richtige Segment erwischt hatten und die richtigen Massnahmen trafen, das Teil weit über das Marktgebiet hinaus bekannt zu machen. Genauso wie unsere Webseite, deren Inhalte Expats aus allen Teilen der Welt beisteuerten. Doch das ging dem Verleger zu weit. Fakt ist, unsere Pionierphase generierte Aktivitäten, die weit über den Tellerrand hinaus reichten. Wie das Web eben. Out of the Box. Die typische Schweizer Charaktereigenschaft stressten wir täglich.


Mir persönlich verhalfen diese vier Pionierjahre zu jenen Erkenntnissen, die ich dann bei Swisscom Mobile einbringen konnte und uns binnen wenigen Jahren zum Themenführer in der weltweiten Mobilfunkszene machte. Als Mitglied des Content-Teams bei Vodafone erhielt ich einen Hebel, der mich an die Front der Contentproduktion für die frühen Smartphones katapultierte. In diesen Pionierjahren machten wir Millionen, anders als damals bei unseren ersten Schritten im Internet. Und dann kam das iPhone...

Anders als noch zu Beginn der Nullerjahre als wir unglaubliche Anstrengungen unternehmen mussten, um an guten Content zu kommen, ist heute Content an jeder Ecke zu haben. Guter wie schlechter. Im Bereich News kann heute wie kaum je zuvor festgestellt werden, dass selbst wenn man das Handy zu Hause lässt, jeder über die aktuellen Vorgänge informiert ist. Man kann sich vermutlich nur noch auf einer abgelegnen Alp entziehen oder in der Wüste auf einem Kamel. Was hingegen auch zu beobachten ist und wissenschaftlich wohl bald untersucht werden muss, ist die Tatsache, dass die oberflächliche Information die Sicht auf die wahren Hinter- und Untergründe verdeckt und die Menschen vor lauter Überflutung Ursache und Wirkung kaum mehr beschreiben können. Das macht sie ungemein anfällig auf Fakenews.

Und es macht ein Geschäftsmodell für eine rein journalistische Plattform schier aussichtslos. Sie wird wohl nur eine Nische der Idealisten erschliessen können. Das kann funktionieren, wenn die Nische gross genug ist und Skaleneffekte möglich macht. Ob die Schweiz gross genug ist? Oder muss sie sich zumindest auf drei Sprachen ausdehnen: Deutsch, Französisch und Englisch? Kann sie dann eine global beachtete Magazin-Plattform werden und die provinzielle Swissness hinter sich lassen?

Meine Erkenntnisse aus vielen Jahren digitale Medientransformation, die im Kontext eines Projekt R Bedeutung haben könnten, sind folgende:

- Der Break Even ist ein Existenz bedrohendes Gerücht, insbesondere wenn er nach drei Jahren erreicht sein soll und das Projekt ab dann Gewinn erwirtschaften muss. Wird nicht klappen. Es braucht sieben Jahre, bis sich eine Plattform rentabilisiert. Selbst wenn Geld wie bei der TagesWoche etwa, kaum eine Rolle spielt, es wird zuerst einmal Jahre lang Geld verbrannt. Watson macht es vielleicht etwas schneller. Aber auch nur vielleicht. 
- Es gibt nur eine Aussicht auf Erfolg, nämlich wenn der Preis-Mix so differenziert wird, dass damit sehr viele Kundensegmente anvisiert werden können. Die Frage, ob Paywall oder nicht, ist eine Frage der Vergangenheit. Tatsache ist, wer Mehrwerte schafft, die genau auf die spezifischen Segmente abgestimmt sind, wird dafür entschädigt. 
- So wie es einen differenzierten Preis-Mix braucht, braucht es ein sehr differenziertes Produkt, ein Produktsortiment sowie angemessene Nebenleistungen. Auch eine auf puristisch-journalistische Inhalte konzentrierte Plattform wird darum nicht herum kommen ein vielschichtiges Angebot aufzubauen, ohne den jeweiligen Spartenmedien in die Quere zu kommen. D.h., nicht dasselbe vom selben, sondern Tiefe, tiefschürfende Geschichten hinter Menschen und deren Umfeld. 
- Die Preis-Mix-Diskussion finde ich im bestehenden Marktumfeld eine äusserst spannende. Soweit mein Beobachterauge reicht, wird sie unterschätzt. 
Ich würde den Preis nicht am Artikel oder gar am Access zu den Artikeln aufhängen, sondern an den Autoren. Ich möchte einen Autoren abonnieren und dessen Schaffen begleiten können. Ich würde dazu ein Layer-Konzept realisieren. Auf dem ersten Layer könnte ich von jedem Autoren dessen Abstracts zu seinen Beiträgen lesen. Will ich mich auf einen bestimmten Autoren mittel- oder längerfristig einlassen, wechsle ich auf den nächsten Layer, auf dem ich aktuelle Beiträge erhalte. Auf dem dritten Layer erhalte ich Zugang zu dessen Archiv, auf das ich immer Zugriff habe. Dabei könnte ich abonnieren und kündigen so oft und wann ich will.
Dies einige Gedanken zur neuen Journalisten-Plattform, die per 1. Januar 2018 online gehen soll.












Customer Journey - Mehr als ein Buzzword im Online Marketing

Die Customer Journey beschreibt den Prozess, den der Kunde vom Kaufimpuls bis hin zum Kaufabschluss - und wohl auch darüber hinaus - entlang den Kontaktpunkten des Anbieters, dem Brand, und dessen Produkten und Dienstleistungen durchschreitet.

Wie folgende Darstellung klar macht, steckt hinter dem Begriff eine ungeahnte Komplexität. Die Anforderung an die Unternehmen ist erdenklich hoch und verlangt eine Prozessorganisation.

Bitter vielleicht der Hinweis, dass je schmerz- und reibungsloser der Kunde den ganzen Prozess erlebt, desto perfekter ist im Hintergrund die Customer Journey organisiert.

Quelle: OMKantine
http://www.omkantine.de/wp-content/uploads/2016/04/7_Customer_Journey_Data.png








































Als Hauptbegriffe des Customer Journeys tauchen folgende Worte auf:

Awarness = Ausmerksamkeit
Consideration = Abwägung
Intent = Absicht
Purchase = Kauf
Support
Loyality = Treue
Advocacy = Fürsprache

Wie so oft, werden Begriffe und Buzzwords mehrfach interpretiert und umdefiniert. Entscheidend ist zu verstehen, dass mit Customer Journey jede Phase betrifft während der ein Kunde mit einer Unternehmung in irgend einer Form in Kontakt ist.

Wie sieht eine Customer Journey in einer App aus? Was will der Kunde und was will er nicht?
Auskunft darüber gibt eine Studie der Uni Utrecht hier.


Literatur:

Dialogmarketing Perspektiven 2013/2014. Tagungsband 8. Wissenschaftlich interdisziplinärer Kongress für Dialogmarketing. Die Customer Journey Analyse im Online Marketing, Wiesbaden, Springer Fachmedien, Flocke l. und Holland H., 2014

Dialogmarketing Perspektiven 2014/2014. Die Customer Journey - Chance für mehr Kundennähe, Wiesbaden, Springer Fachmedien, Böcker J., 2015

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